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(2) Die Bearbeitung der beiden miteinander hoch korrelierenden Systeme
"Heizölhandel" und "Textilfabrik" erscheint ebenfalls problematisch. So
zeigten Hasslemann und Strauß (1988) und Hasselmann (1993) bei
Stabilitätsuntersuchungen, daß Personen bei der wiederholten (zweiten)
Bearbeitung der "Textilfabrik" aufgrund eines Lerneffektes deutlich besser
abschneiden. So könnte es auch sein, daß es bei dieser im vorhergehenden
beschriebenen Studie zu Lerneffekten kam. So sind wohl auch die Ergebnisse
zu erklären, daß im zweiten Teil des Versuches die Mittelwerte der
Steuerungstakte in allen Bedingungen über dem Mittelwert des Vorversuches
lagen. Die hohe Korrelation scheint demnach nicht nur etwas darüber auszusagen
was für Problembearbeitungskapazität sie mißt, sondern auch über die Art der
gleichen (selben) Problemschwierigkeit, die infolge der wiederholten
Bearbeitung abnahm. Schlußfolgernd aus dieser Annahme heraus sollte die
Klassifizierung von Probanden mit eher unähnlichen aber in ihrer
Schwierigkeit jhoch korrelierenden Systemen geschehen.
(3) Für die widersinnigen Ergebnisse kommen noch ganz pragmatische
Punkte in Betracht. So lassen die Beobachtungen und Fragebogenergebnisse unter
den Probanden vermuten, daß erhebliche Motivations- und Prozeßverluste
aufgetreten sind. Zum Beispiel meinten einige Personen vor dem Versuch,
sie hätten das Problem lieber alleine gelöst als innerhalb einer Gruppe.
Gruppen mit hoher Ausgangsfähigkeit beschrieben sich demzufolge weniger
harmonisch und glaubten eben sie hätten das Problem alleine besser gelöst als
Gruppen mit geringerer Ausgangsfähigkeit. Das Gruppen mit geringer
Ausgangsfähigkeit die höchsten Werte in der Bearbeitungsleistung erzielten
ist sicherlich auch darauf zurückzuführen, daß es sich bei diesen Gruppen
nicht mehr um ein disjunktives Problem vom nicht-offensichtlichen Typ
handelte sondern eher um ein konjunktives Problem, wobei jedes
Gruppenmitglied einen Beitrag zum Gruppenergebnis beitrug.
Zusammenfassend läßt sich sagen, daß im Laufe weiterer Studien ein größeres
Augenmerk auf die Variablen zu legen sein wird, die zu Prozeßverlusten
führen. Andererseits sollte geeignete Methoden gefunden werden durch die
es möglich sein wird, Ausgngsfähigkeiten zu ermitteln und gezielt in
Untersuchungen einzubeziehen, um somit weitere Indizien für Gruppen- versus
Einzelpersonenunterschiede aufgrund verschiedener Ausgangsfähigkeit
aufzudecken.
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