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II.2. Berabeitungsdauer
Die Hypothesen zur abhängigen Variable "Bearbeitunsgdauer wurden mittels
einer dreifaktoriellen Varianzanalyse mit dem Faktor A. "Anzahl der
Personen", dem Faktor B: "Ausgangsfähigkeit" und dem Faktor C:
"Bearbeitunsgintervall" getestet.
Bei einem gewälten Signifikanzniveau von alpha = .10 zeigten sich
bedeutsame Haupteffekte auf Faktor A (Anzahl der Personen), dem Faktor C
(Bearbeitungsintervall) und der Interaktion von Faktor A und Faktor C.
Danach beötigten Gruppen im Mittel 68.58 Minuten für die Bearbeitung des
Systems, aber Einzelpersonen lediglich 45.82 Minuten. Auf den Faktor C
ergaben sich für Gruppen und Einzelpersonen die folgenden gemeinsamen
Mittelwerte: a) für die erste Hälfte benötigten sie im Mittel
35.83 Minuten und b) in der zweiten Bearbeitungshälfte sank die
Bearbeitungsdauer auf 21.37 Minuten. Zu diesem Punkt sollte noch gesagt
werden, daß die Zeitabnahme von der ersten zur zweiten Hälfte in
Gruppen höher ist als in Einzelpersonen.
Demnach sank der für die Systemsteuerung benötigte Zeitaufwand von der
ersten zur zweiten Hälfte unter allen Bedingungen (hh, gg, hg, h, g).
5. Diskussion
Die formulierten Hypothesen konnten nicht bestätigt werden. Zum einen zeigte
sich kein signifkanter Unterschied zwischen den Einzelpersonen (hohe
Ausgangsfähigkeit) und den Gruppen (hohe Ausgangsfähigkeit). Zum anderen ergab
sich ein signifikanter Unterschied der erzielten Leistungen zwischen den
Einzelpersonen (niedrige Ausgangsfähigkeit) und den Gruppen (niedrige
Ausgangsfähigkeit). Zu aller letzt ergab sich auch ein signifikanter Unterschied
in der Bearbeitungsdauer zwischen Gruppen und Einzelpersonen. Es zeigte sich
in allen Gruppen eine Abnahme von der ersten zur zweiten Bearbeitungshälfte.
Bei der Frage nach den Ursachen für diese unerwarteten Ergebnisse kommen
einige Möglichkeiten in Frage:
(1)Die Klassifizierung der Personen in Probanden mit hoher bzw.
niedriger Ausgangsfähigkeit unter Bezugnahme auf den mittleren
Leistungswert aller Probanden sowie ihre anschließende Einordnung in
eine Gruppe erscheinen problematisch. Eventuell sollten an der zwieten
Versuchshälfte nur Probanden teilnehmen, deren Leistungen außerhalb der
Standardabweichung liegen bzw. der Hälfte einer Standardabweichung.
Somit wäre es ausgeschlossen, daß die wirklich durchschnittlichen, d.h.
diejenigen mit mittlerer Ausgangsfähigkeit ermittelten Probanden nicht
in die Versuchsplanung einwirken. Allerdings wäre so ein enormer
"Verschleiß" an Versuchspersonen unumgänglich, denn die Normalverteilung
sieht meist so aus, daß die meisten Versuchspersonen im mittleren
Leistungsbereich liegen. Weiterhin ist damit zu sagen, daß mit der
Einteilung nach Standardabweichungswerten immer noch keine
ausreichende Klassifizierung zwischen den unterschiedlichen Leistungsklassen
getroffen werden kann.
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