| Das Referat beruht auf einem Artikel von O. Köller, Dirk, G. Dauenheimer und
B. Strauß, der 1993 unter dem Titel "Unterschiede zwischen Einzelpersonen und
Dyaden beim Lösen komplexer Probleme in Abhängigkeit von der Ausgangsfähigkeit"
in der Zeitschrift für experimentelle Psychologie und angewandte Psychologie,
Heft 2, S.194-221" erschien.
Inhaltsverzeichnis
- Vorüberlegungen
- Hypothesen
- Darstellung der Untersuchung
- Versuchspersonen
- Methodik
- Ergebnisse
- I. Vortest "Heizölhandel"
- II. Hauptversuch "Textilfabrik"
- II.1. Steuerungsleistung
- II.2. Bearbeitungsdauer
- Diskussion
1. Vorüberlegungen
Ausgangspunkt der im folgenden beschriebenen Studie war die bisher unzureichende
Analyse von Leistungsdifferenzen zwischen Einzelpersonen und Gruppen in
Abhängigkeit von der Ausgangsfähigkeit. Hier setzte nun diese Studie an.
Bisherige Untersuchungen konnten zeigen, daß Gruppen in der Regel bei der
Bearbeitung von Aufgaben versus Problemen besser (Davis und Restle, 1963;
Perlmutter und de Montmollin, 1952; Shaw, 1932; Stephenson, Brandstätter und
Wagner, 1983; Stephenson, Clark und Wade, 1986), gleich gut (Thomas und Fink, 1961)
und selten schlechter (Dunette, Campbell und Jaastad, 1963; Taylor, Barry
und Block, 1958) als Einzelpersonen abschneiden.
Andere Studien ergaben für die Bearbeitung von Problemen versus Aufgaben
in Gruppen längere Berabeitungszeiten (Fox und Lorge, 1962; Klugmann, 1944;
Shaw, 1932). Tuckmann (1965) liefert eine Erklärung dafür, wenn er sagt, daß
Gruppen erst eine Formierungsphase, eine Konfliktphase und eine
Normierungsphase durchlaufen, bevor ihre eigentliche Arbeitsphase begonnen
werden kann.
Zum anderen sind es drei Faktoren, die die Leistungen von Einzelpersonen
und Gruppen bedingen (Steiner, 1972 und 1976):
- die Ressourcen der Personen
- der Prozeß der Aufgabenbearbeitung und
- die Art der Aufgabe.
|